Der Donaudurchbruch bei Weltenburg
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Zwischen Kelheim und Weltenburg zwängt sich die Donau durch ein enges Tal mit hohen Kalkfelsen. Die Weltenburger Enge gehört zu den bekanntesten Naturlandschaften Bayerns. Am Ende wartet ein Kloster, dessen Kirche zu den schönsten Barockräumen Süddeutschlands zählt.
- Lage
- zwischen Kelheim und Kloster Weltenburg
- Länge
- etwa 5,5 km
- Zeitbedarf
- halber Tag mit Schiff und Klosterbesuch
- Anreise
- Schiff ab Kelheim, zu Fuß oder mit dem Rad über die Höhen

Eine Enge aus Jurakalk
Auf etwa fünfeinhalb Kilometern fließt die Donau hier zwischen steilen Felswänden. Das Gestein ist Kalk, der sich im Jurameer abgelagert hat. Der Fluss hat sich über lange Zeiträume in die Hochfläche eingeschnitten. Dass das Tal so unberührt wirkt, hat einen Grund: Bereits 1840 stellte König Ludwig I. die Enge unter Schutz. Sie gilt als ältestes Naturschutzgebiet Bayerns. Seit 2020 ist der Kernbereich außerdem ein Nationales Naturmonument.
Felsen mit Namen
Die Schiffsführer nennen auf der Fahrt die Namen der Felsen, und die meisten davon haben eine kleine Geschichte. Da gibt es den Bayerischen Löwen, die Bischofsmütze, die Versteinerte Jungfrau, die Drei feindlichen Brüder oder Peter und Paul. Ein Felsen heißt Napoleons Reisekoffer. Mit etwas Fantasie erkennt man die Figuren, mit noch mehr Fantasie auch Dinge, die nicht gemeint sind. Kinder haben daran meistens viel Spaß.
Die Schifffahrt
In der warmen Jahreszeit fahren Ausflugsschiffe regelmäßig von Kelheim zum Kloster Weltenburg und zurück. Flussaufwärts dauert die Fahrt länger als zurück, weil die Strömung in der Enge spürbar ist. Viele Besucher fahren mit dem Schiff hin und wandern über die Höhen zurück nach Kelheim, oder umgekehrt. Am Kloster setzen außerdem kleine Zillen als Fähre über die Donau.
Der Schiffsverkehr ist übrigens nicht unumstritten. Natur- und Fischereiverbände haben gegen die Genehmigung für die vielen Fahrten im Sommer geklagt. Für Besucher heißt das: Prüfen Sie die aktuellen Fahrzeiten vorab, statt sich auf alte Angaben zu verlassen.
Kloster Weltenburg
Das Kloster liegt auf einer Kiesbank in einer Donauschleife, direkt am Wasser. Die Überlieferung datiert seine Gründung auf das frühe 7. Jahrhundert, die Forschung sieht das inzwischen skeptisch. Sicher ist, dass hier seit vielen Jahrhunderten Benediktiner leben. Die heutige Abtei gehört zur Bayerischen Benediktinerkongregation.
Die Klosterkirche St. Georg wurde ab 1716 gebaut und von den Brüdern Cosmas Damian und Egid Quirin Asam ausgestattet. Wer eintritt, steht in einem ovalen Raum, in dem Licht, Farben und Figuren ineinandergreifen. Man sollte sich Zeit nehmen und die Augen an das Halbdunkel gewöhnen. Erst dann sieht man, wie raffiniert das Licht von oben auf den Hochaltar gelenkt wird.
Die Klosterbrauerei
Schon für das Jahr 1050 ist in Weltenburg das Bierbrauen belegt. Die Brauerei bezeichnet sich als älteste Klosterbrauerei der Welt. Im Klosterhof gibt es eine Wirtschaft mit Biergarten unter Kastanien, die an schönen Tagen sehr voll ist. Mit Gruppen sollten Sie dort reservieren oder außerhalb der Mittagszeit kommen.
Verbinden mit Kelheim und dem Altmühltal
Ein Tag am Donaudurchbruch lässt sich gut mit der Befreiungshalle auf dem Michelsberg verbinden, die man von der Donau aus immer wieder sieht. Wer länger bleibt, fährt weiter ins Altmühltal, das bei Kelheim in das Donautal mündet.
Zum Weiterlesen und für aktuelle Zeiten: Kloster Weltenburg.