Das Altmühltal entdecken
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Das Altmühltal ist ein ruhiges, breites Tal mit Wacholderheiden, weißen Kalkfelsen und kleinen Städten. Es liegt nur eine halbe Autostunde von Regensburg entfernt und ist doch eine ganz andere Welt als die belebte Altstadt.
- Lage
- zwischen Gunzenhausen und Kelheim
- Fläche
- rund 2.960 km² Naturpark
- Zeitbedarf
- ein Tag bis eine Woche
- Anreise
- Kelheim liegt etwa 30 km westlich von Regensburg

Ein großer Naturpark
Der Naturpark Altmühltal wurde 1969 gegründet und umfasst knapp 3.000 Quadratkilometer. Damit gehört er zu den größten Naturparks in Deutschland. Er reicht von Gunzenhausen im Westen bis Kelheim im Osten, wo die Altmühl in die Donau mündet. Eichstätt ist der zentrale Ort, hier sitzt auch das Informationszentrum.
Das Tal ist Teil der Südlichen Frankenalb. Typisch sind die Trockenhänge mit Wacholder und Magerrasen, auf denen im Sommer Schafe weiden. Darüber ragen Felsen aus hellem Kalk, die oft wie Burgen aussehen. Eine der bekanntesten Gruppen sind die Zwölf Apostel bei Solnhofen, eine Reihe von Felstürmen am Talhang.
Versteinerungen aus dem Jurameer
Vor rund 150 Millionen Jahren lag hier ein flaches tropisches Meer mit Lagunen. Im ruhigen Wasser setzte sich feiner Kalkschlamm ab, der zu den berühmten Plattenkalken wurde. Darin sind Fische, Krebse, Libellen und Pflanzen erstaunlich genau erhalten. Aus den Solnhofener Plattenkalken stammen auch die Funde des Urvogels Archaeopteryx.
In einigen Besuchersteinbrüchen dürfen Sie selbst mit Hammer und Meißel nach Fossilien suchen. Für Familien und Schulklassen ist das oft der Höhepunkt des Tages. Bringen Sie feste Schuhe, Schutzbrille und etwas Geduld mit.
Zu Fuß und mit dem Rad
Der Altmühltal-Radweg folgt dem Fluss und ist fast eben, deshalb ist er auch für ungeübte Radler und Familien gut geeignet. Viele fahren ihn in mehreren Tagesetappen und lassen das Gepäck transportieren. Wer lieber wandert, nimmt den Altmühltal-Panoramaweg. Er führt auf rund 200 Kilometern von Gunzenhausen bis Kelheim, oft oben auf den Talkanten, und ist als Qualitätsweg ausgezeichnet.
Auch auf dem Wasser lässt sich das Tal erkunden. Die Altmühl fließt langsam und ist ein beliebter Fluss für Kanufahrten. Für Gruppen gibt es Verleiher mit Rücktransport.
Orte im Tal
Eichstätt ist eine kleine Bischofsstadt mit barocken Plätzen, einem Dom und der Willibaldsburg, von der man über das ganze Tal sieht. Pappenheim, Dollnstein, Kipfenberg und Riedenburg liegen malerisch an der Altmühl und haben jeweils eine Burg oder Burgruine. Bei Kelheim treffen sich Altmühl und Donau, ab hier fährt man zum Donaudurchbruch nach Weltenburg oder hinauf zur Befreiungshalle.
Der Kanal im Tal
Ein Teil des unteren Altmühltals ist heute Teil des Main-Donau-Kanals, der 1992 eröffnet wurde. Der Bau war lange umstritten, weil er stark in die Flusslandschaft eingriff. Man hat versucht, die Ufer möglichst naturnah zu gestalten. Wer den Kanal heute sieht, merkt den Unterschied zur frei fließenden Altmühl weiter oben trotzdem.
Wie viel Zeit Sie brauchen
Für einen ersten Eindruck reicht ein Tagesausflug ab Regensburg: Kelheim, ein Stück Tal mit Burg, ein Steinbruch. Wer wandern oder radeln will, plant besser mehrere Tage ein. Eine Reiseleitung lohnt sich vor allem, wenn eine Gruppe mehrere Stationen an einem Tag schaffen will und die Wege zwischen den Orten kennt. Auch der Bayerische Wald liegt von Regensburg aus nicht weit, aber in die andere Richtung.
Zum Weiterlesen und für aktuelle Zeiten: Naturpark Altmühltal.